Netzwerk Palliative-Care

In Baden Württemberg arbeiten 20 Brückenpflegeteams, angegliedert an Tumorzentren und Onkologische Schwerpunkte, gemäß den Rahmenrichtlinien des Sozialministeriums und des Krebsverbandes. Für die konzeptionelle und strukturelle Weiterentwicklung des Brückenpflegemodells wurde 2003 der Forschungs- und Entwicklungspreis des Krebsverbandes Baden Württemberg an die Brückenpflege Ludwigsburg vergeben. Dieses Netzwerk knüpft die Verbindungen für ein ganzheitliches Behandlungs- Pflege- und Beratungsnetz für schwerkranke Krebspatienten zwischen der Klinik, ambulanten Pflegediensten, Hausärzten, ehrenamtlichen Mitarbeitern der Hospizdienste, stationären Hospizen und Home-care-Diensten unter Koordination der Brückenpflege. Aufgebaut wurde das Netzwerk durch die Weitergabe des Palliative-Care-Gedankens bei Informationsveranstaltungen, Schulungen für Pflegedienste und Hausärzte sowie durch die Weiterbildungsmöglichkeit zur Palliative Care Fachkraft bei der Fort und Weiterbildung der Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim gGmbH.

Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV)

Spezialisierte Palliativversorgung (SAPV) richtet sich an Patienten im fortgeschrittenen Stadium einer unheilbaren Erkrankung, die unter einer ausgeprägten Symptomatik leiden oder eine aufwändige Versorgung benötigen, die die Möglichkeiten der allgemeinen Versorgung übersteigen. Die bisherige Versorgung durch den Hausarzt oder einen Pflegedienst bleibt bestehen und geschieht immer in enger Zusammenarbeit und individuell abgestimmt.

Das Palliative-Care-Team (PCT) besteht aus Ärzten und Pflegekräften mit Fachausbildung, die mit spezialisierten Leistungen die Behandlung ergänzen. Hierzu gehört ein Behandlungsplan zur Symptomkontrolle, Koordination aller beteiligten Dienste, der Einsatz apparativer Maßnahmen und eine ärztlich/ pflegerische 24-Std. Rufbereitschaft.