Das Bobath Konzept ist für Patienten mit Hirnschädigung die meist angewandte interdisziplinäre Methode zur Förderung von Bewegung bis hin zur Selbstständigkeit. 1994 übernahm die Bobath-Initiative für Kranken- und Altenpflege (BIKA®) den Auftrag, das Konzept in der Pflege zu etablieren. Die therapeutisch-aktivierende Pflege ist dabei Grundlage im Dialogaufbau mit dem betroffenen Menschen. 2008 wurde durch die Mitglieder der BIKA® der Begriff der therapeutisch-aktivierenden Pflege erstmals definiert.

Die pflegetherapeutische Begleitung nach dem Bobath-Konzept unterscheidet sich je nach Art und Schwere der Erkrankung, nach der Lebensphase des Patienten und seinen Zielen. Sie umfasst die Bereiche Körperpflege, An- und Auskleiden, Nahrungsaufnahme, Ausscheidungen, Kommunikation, Anpassung des Umfeldes (Positionswechsel im und außerhalb des Bettes) Mobilität und die soziale Integration. Im Vordergrund steht insbesondere die interaktive Zusammenarbeit von Pflege und Patient zur Aktivierung des Patienten sowie die Verhinderung von Sekundärschäden zum Erreichen bestmöglicher Selbstständigkeit.

Des Weiteren beschäftigt sich die BIKA® mit der Weiterentwicklung des Konzeptes in der Pflege sowie im interdisziplinären Team. Da das Konzept seine Wurzeln im physiotherapeutischen Bereich hat, geschieht dies in Zusammenarbeit mit dem Dachverband der Bobath-Instruktoren im Physiotherapiebereich, der VeBID (Verein der Bobath InstruktorInnen im Bereich Physiotherapie).

Kontakt

Harry Wolpert

Harry Wolpert
Tel. 07141-99-94774
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E-Mail: harry.wolpert(at)kliniken-lb.de