Untersuchungsspektrum

  • Untersuchung des gesamten Rückenmarks bzw. des Duralsacks von der Halswirbelsäule bis zum unteren Ende des Duralsacks in Höhe des Steißbeins.
  • Cisterno- bzw.Ventriculographie

Was versteht man unter einer Myelographie?

Durch Einbringung von Kontrastmittel in den Duralsack, also in den Raum in dem das Rückenmark bzw. die Nervenfasern sich befinden, kann ein ausgezeichneter Kontrast erzielt werden zwischen diesem und dem umliegenden Gewebe.

Es werden hiervon je nach Fragestellung in entsprechender Höhe (Halswirbelsäule, Brustwirbelsäule, Lendenwirbelsäule) Röntgenaufnahmen in verschiedenen Projektionen erstellt. Meist wird hinterher ergänzend eine Computertomographie der betreffenden Region durchgeführt.

Diese Untersuchungstechnik ist ein äußerst wichtiges Instrumentarium in der Neuroradiologischen Diagnostik. Durch den hohen Kontrast zwischen dem Duralsack und dem umliegenden Weichteil- bzw. Knochengewebe können dabei auch kleinste Veränderungen die eventuell das Rückenmark oder einzelne Nervenfasern komprimieren sehr detailliert und sicher erkannt werden.

Vorbereitung zur Untersuchung

Eine spezifische Vorbereitung ist nicht nötig. Sollte eine Untersuchung der Halswirbelsäule bzw. des Rückenmarks in Höhe der Halswirbelsäule geplant sein, sollte der Patient vier Stunden vor dem Eingriff nichts essen oder trinken.

Durchführung der Untersuchung

Die Untersuchung wird zumeist in sitzender oder liegender Position durchgeführt. Üblicherweise erfolgt die Punktion des Duralsacks in Höhe der Lendenwirbelsäule.

Man gewinnt für die laborchemische Untersuchung einige Milliliter Nervenwasser, anschließend wird über die Punktionsnadel das jodhaltige, wasserlösliche Kontrastmittel in den Duralsack injiziert. Es werden dann Röntgenaufnahmen in verschiedenen Projektionen durchgeführt.

Anschließend wird noch eine Computertomographie der betreffenden Region angeschlossen. Die Untersuchungsdauer beträgt ca. 15 Minuten. Der Eingriff verursacht üblicherweise keine relevanten Schmerzen und ist auch komplikationsarm.

Bei Myelographien der HWS treten teilweise ca. 1-2 Stunden anhaltende Kopfschmerzen auf.