MRT Magnetresonanztomografie
MRT Magnetresonanztomografie

Geräte:

  • Magnetom Maestro Class Sonata 1,5 Tesla der Firma Siemens
  • Skyra 3,0 Tesla der Firma Siemens

Untersuchungsspektrum

  • MRT des Schädels (einschließlich DWI und PWI)
  • MRT der Wirbelsäule (einschließlich Plexusdarstellung)
  • MR-Angiographie der Hals- und Hirngefäße
  • Planungsuntersuchungen vor z. B. Bestrahlung oder Operation
  • Navigations-MRT
  • fMRT (funktionelles MRT)
  • fetales MRT (Untersuchung des ungeborenen Kindes)

Was versteht man unter Magnetresonanztomografie?

Mit der Magnetresonanztomographie können wir Schnittbilder sämtlicher Körperregionen in beliebiger Orientierung erstellen. Im Gegensatz zur Computertomographie werden hierbei keine Röntgenstrahlen verwendet.

Zur Bilderzeugung wird die Fähigkeit der natürlicherweise im Körper vorhandenen Wasserstoffatomkerne genutzt, die in einem starken Magnetfeld ein spezielles Hochfrequenzsignal erzeugen können. Hierbei ist dieses Signal je nach Körpergewebe unterschiedlich. Es wird von dem Untersuchungsgerät, also dem Kernspintomographen, empfangen und in ein Bildsignal umgewandelt.

Die Kernspintomographie eignet sich insbesondere für die Fragestellungen im Bereich des zentralen Nervensystems, also des Gehirns und des Rückenmarks. Die Magnetresonanztomographie hat jedoch noch viele andere Anwendungsgebiete in der Neuroradiologie z. B. Hals- und Hirngefäße, die Darstellung des Embryos in der Gebärmutter sowie die Überprüfung von Hirnfunktionen (z. B. Sprechen, Bewegung) und die Darstellung bzw. Lokalisation derer im Hirngewebe (z. B. zur OP Planung).

Darüber hinaus ist es möglich, eine Durchblutungsstörung des Gehirns bereits wenige Stunden nach deren Auftreten darzustellen und die Durchblutung der umgebenen Hirnareale zu quantifizieren (so genannte diffusions- und perfusionsgewichtete Aufnahmen: DWI/PWI).

Wie wird eine Magnetresonanztomographie durchgeführt?

Sie werden als Patient in eine Umkleidekabine gebeten und müssen alle metallhaltigen und alle Gegenstände, die durch das Magnetfeld Schaden erleiden könnten (z. B. Uhren, alle Arten von Karten mit lesbarem Magnetstreifen) ablegen. In Abhängigkeit von der Fragestellung findet eventuell kurz vor der Untersuchung noch ein Gespräch mit dem behandelnden Radiologen statt, um die Untersuchung in optimaler Weise zu planen. Außerdem wird er mit Ihnen über eine eventuell erforderliche Kontrastmittelgabe sprechen.

Für die eigentliche Untersuchung liegen Sie bequem auf dem Untersuchungstisch. Je nach untersuchter Körperregion werden in der Regel zusätzliche Geräte plaziert, die dann das Radiosignal empfangen, aus dem dann die Bilder gewonnen werden. Sie werden dann auf dem Untersuchungstisch in einen ca. maximal 2 m langen Tunnel mit einem Durchmesser von ca. 50 cm gelegt, wobei sich Ihr Kopf zumeist innerhalb des Tunnels befindet.

Die Enge dieses Tunnels wird von manchen Patienten als sehr unangenehm empfunden, es kann hieraus ein Angstgefühl entstehen. Dies ist jedoch eher die Ausnahme, hier kann auch in der Regel mit einer vorsorglichen Medikamentengabe der Platzangst begegnet werden.
Während der Untersuchung werden dann mehrere Bildgruppen gemessen. Die Messungen dauern zwischen einigen Sekunden und mehreren Minuten. Während der Messung hören Sie jeweils ein lautes, dröhnendes und zumeist rhythmisches Geräusch.

Die Gesamtuntersuchungsdauer liegt zwischen 20 und 40 Minuten. Am Ende der Untersuchung überprüft die Assistentin oder der Arzt die gewonnenen Bilder und entscheidet ob die Untersuchung beendet ist.

Eine spezielle Vorbereitung zur Magnetresonanztomographie ist nicht nötig.

Wann darf keine Magnetresonanztomographie durchgeführt werden?

Eine MRT darf nicht durchgeführt werden wenn Sie:

  • Träger eines implantierten elektronischen Gerätes sind, z. B. Herzschrittmacher, Defibrillator, Neurostimulator, Insulinpumpe, Cochleaimplantat.
  • Wenn Sie möglicherweise einen metallischen Fremdkörper im Auge haben (nach Augenverletzungen im Rahmen von Schleifarbeiten oder ähnliches).
  • Falls Sie eine künstliche Herzklappe, Metall zur Knochen- und Bruchbehandlung oder Gelenkprothesen, Granatsplitter oder Projektile in Ihrem Körper haben teilen Sie dies bitte unbedingt dem untersuchenden Arzt vor der Untersuchung mit. Ob die Untersuchung dann durchgeführt werden kann, muss in jedem Fall individuell entschieden werden.

Obwohl keine Hinweise auf eine Schädigung eines ungeborenen Kindes vorliegen, sollte eine Magnetresonanztomographie im Falle einer Schwangerschaft jedoch nur bei dringlichen Fragestellungen durchgeführt werden.