Die Tanztherapie als eine Form bewegungsorientierter und künstlerischer Psychotherapie macht sich die uralte Heilkraft des Tanzes zu nutze. Nicht die Erlangung festgelegter tänzerischer Formen ist das Ziel, sondern die authentische, eigen- schöpferische Bewegung. Schon seit jeher lag die heilende Kraft des Tanzes im ursprünglichen Selbstausdruck und der zwischenmenschlichen Bewegung in der Gemeinschaft.

Einige psychiatrische Erkrankungen haben zur Folge, dass der/ die Einzelne den Kontakt zu sich und seiner Umwelt verliert. Hier ist das Ziel der Tanztherapie, wieder in einen lebendigen Austausch mit sich und seiner Umwelt zu gelangen.

Der Tanz und die Bewegung in der Gruppe bietet vielfältige Möglichkeiten des Kontaktes und einen Rahmen zur Bearbeitung von Beziehungsthemen wie z.B. Nähe und Distanz, sich aufeinander beziehen und Kommunikation. Besonders Partner und Gruppentänze wirken beziehungsfördernd und können ein Gemeinschaftserlebnis vermitteln. Der Einsatz von Medien, wie z.B. Tücher und Bälle fördert darüber hinaus die Kreativität der Patienten und ermöglicht eine Erweiterung des Bewegungshorizontes.

Insgesamt wecken Tanz und Bewegung Lebensfreude und Kreativität und wirken somit aktivierend und motivierend.

In der Klinik wird die Tanztherapie als Gruppentherapie und Einzeltherapie angeboten.