In der zertifizierten Chest pain unit (CPU) erfolgt die rasche, zielgerichtete Abklärung des akuten neu aufgetreten Thoraxschmerzes entsprechend leitliniengerechter Behandlungspfade.
Hierfür stehen in der Notaufnahme Monitorplätze mit Rhythmusüberwachung, Blutdruckmessung und Pulsoxymetrie sowie ein Schockraum zur Verfügung.
Nach sofortiger 12-Kanal-EKG-Diagnostik erfolgt bei Bedarf bereits in der Notaufnahme eine Echokardiographie  zur umgehenden Diagnostik von Wandbewegungsstörungen, Vitien, einer Rechtsherzbelastung oder eines Perikardergusses.
Die Bestimmung wichtiger kardialer Marker (Troponin, D-Dimere) erfolgt vor Ort in einer Point-of-Care-Test-Einheit (POCT).

Drei Herzkatheterlabore mit einer 24h Herzkatheterbereitschaft an 365 Tagen im Jahr (7 Kardiologen) stehen zur umgehenden Diagnostik und Therapie des akuten Koronarsyndroms zur Verfügung. Patienten mit STEMI werden direkt vom Notarzt dem Herzkatheterlabor zugeführt (Einrichtung eines Infarkthandys, telemedizinische Übermittlung des 12-Kanal-EKGs aus dem Notarztwagen ins Katheterlabor).
Das Personal der CPU wird im regelmäßig stattfindenden Megacodetraining für Notfallsituationen ausgebildet.

Zur umgehenden weiteren Diagnostik stehen Computertomographie, MRT und Abdomensonographie zu jedem Zeitpunkt zur Verfügung.

Durch die enge organisatorische Verzahnung mit der internistischen Intensivstation ist ein optimiertes diagnostisches und therapeutisches Vorgehen bei der Versorgung von Patienten mit akutem Thoraxschmerz möglich.

Leiterin

Dr. med. Annette Leiprecht