30 Prozent aller Krankenhauspatienten leiden bereits bei der Aufnahme an Unterernährung.

Oft führen Erkrankungen zu Appetitlosigkeit  und Geschmacksveränderungen, so dass sich die betroffenen Patienten nicht mehr ausreichend ernähren. Andere können aufgrund Ihrer Krankheit nicht mehr normal essen. So machen z. B. neurologische Kau- und Schluckstörungen, Verengungen im Kopf-Hals-Bereich oder auch Bewusstlosigkeit normales Essen unmöglich. Die Gefahr eines Mangels besteht also immer dann, wenn aufgrund einer Erkrankung nicht mehr ausreichend gegessen werden kann, oder auch sonst ungewöhnlich schnell abgenommen wurde.

Von Mangelernährung spricht man nicht nur bei Gewichtsabnahme, sondern auch wenn lebensnotwendige Nährstoffe wie z. B. Eiweiß, Mineralstoffe oder Spurenelemente fehlen. Fehlen diese Nährstoffe führt dies häufig zu Komplikationen bei der Wundheilung (z.B. Dekubitus) und zu Störungen der Immunabwehr (z. B. Lungenentzündungen). Ein verlängerter Krankenhausaufenthalt mit einem erhöhten Pflegeaufwand sind sie Folge. Eine auf die Bedürfnisse des Patienten zugeschnittene Ernährung leistet somit einen wesentlichen Beitrag zur Lebensqualität des Patienten und zum Erfolg der medizinischen Therapie.

Unsere Aufgaben

  • Frühzeitige Erfassung der Gefahr einer Mangelernährung mit Hilfe eines standardisierten und wissenschaftlich abgesicherten Fragebogens (Screening)
  • Genaue Identifizierung der Ursachen der Mangelernährung durch eine ausführliche Befragung (Assessment)
  • Ausarbeitung einer auf die Möglichkeiten und Bedürfnisse des Patienten abgestimmten Ernährungsempfehlung
  • Ausführliche Beratung des Patienten und bei Bedarf der Angehörigen
  • Ernährungsmedizinische Beratung und Betreuung auch nach Entlassung aus dem Krankenhaus
  • Weitermeldung an die Brückenpflege und Pflegeüberleitung
  • Erster Verbandswechsel nach PEG-Anlage
  • Ansprechpartner in allen Sondenfragen
  • Schulung der Patienten und Angehörigen zum Thema Sondenernährung und PEG- Verbandswechsel
  • Erarbeitung interner Ernährungsstandards im Bereich enteraler und parenteraler Ernährung
  • Interne Schulungen für Pflegekräfte  nach aktuellen Standards

Ziele der Ernährungsmedizin

  • Verhindern von Mangelzuständen
  • Frühzeitiges Erkennen und Behandeln von Mangelernährung
  • Verbesserung des Ernährungszustandes
  • Erhaltung der Lebensqualität
  • Verkürzung des Krankenhausaufenthalts
  • Verhinderung von ernährungsbedingten Komplikationen
  • Verbesserung der Prognose

Die Ernährungsmedizin unterstützt Sie in allen Fragen der Mangelernährung. Unsere Möglichkeiten liegen zum Beispiel in der Anreicherung des Essens, Ergänzung mit Trinknahrung, Ernährung über Ernährungssonde oder per Infusion.

Auch für Fragen zur ernährungsmedizinischen Betreuung über das Krankenhaus hinaus stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Die ernährungsmedizinische Betreuung findet in enger Zusammenarbeit mit behandelnden Ärzten und anderen Einrichtungen der Kliniken gGmbH statt.

An wen richtet sich unser Angebot

Wir kümmern uns sowohl um Patienten die gefährdet sind in einen Mangelzustand zu geraten als auch um Patienten mit einem bestehenden Mangel. Wir informieren Sie gerne über die optimal zu Ihrer Situation passenden Möglichkeiten zur Verbesserung der Ernährung.

Auf welchem Weg erfolgt die Beratung

Wir informieren Sie sowohl telefonisch als auch im persönlichen Gespräch in unserem Büro oder am Krankenbett.

Kontakt

Mirela Schumann
Gesundheits- und Krankenpflegerin
Schwerpunkt: enterale Ernährung, Sondenkost, Wundmanagement nach PEG-Anlage und Entlassversorgung
Tel. 07141-99-67245

Doritt Tonn
Diplom-Oecotrophologin
Gesundheits- und Krankenpflegerin
Schwerpunkt: Mangelernährung, Onkologie, enterale und parenterale Ernährung
Tel. 07141-99-67245