Beim Zenker-Divertikel handelt es sich um ein Ausstülpung des Hypopharynx. Es wurde 1764 von Abraham Ludlow erstbeschrieben und ist benannt nach Friedrich Albert von Zenker. Am meisten sind Männer im fortgeschrittenen Lebensalter betroffen. Wenn das Divertikel eine gewisse Größe erreicht können Symptome wie Schluckstörungen, Globusgefühl und Regurgitation von Nahrung auftreten. Dann besteht die Indikation zur Therapie.

Neben der chirurgischen Entfernung des Divertikels hat sich in den letzten Jahren zunehmend die sogenannte endoskopische Divertikelspaltung etabliert. In die Speiseröhre wird eine Magensonde eingelegt, anschließend wird durch ein Gastroskop ein elektrisches Messer eingeführt und der Muskelsteg zwischen Divertikel und Speiseröhre zumindest teilweise durchtrennt. Hier wird nur die für Magenspiegelung notwendige Sedierung (mit Propofol) erforderlich. Im Vergleich zur Operation ist das Verfahren deutlich weniger invasiv und kann im Rezidivfall auch wiederholt werden.