(Mini-Laparoskopie, Bauchspiegelung)

Die Laparoskopie dient zur direkten Inspektion der Bauchhöhle. Besonders hilfreich ist diese Untersuchung bei Krebserkrankungen, um Absiedlungen im Bereich des Bauchfells und der Leber zu erkennen. Hierdurch können unter Umständen unnötige Operationen vermieden werden. Zudem kommt die Untersuchung bei bestimmten Lebererkrankungen zum Einsatz.

Um die Bauchdecke von den Bauchorganen abzuheben, wird über eine spezielle Nadel zunächst Lachgas in die Bauchhöhle eingebracht. Nach Lokalanästhesie wird über einen 0,8-1 cm langen Hautschnitt wird ein sogenannter Trokar in die Bauchdecke eingebracht, durch den dann mit Hilfe eines Spezialendoskops (Laparoskop), das an eine Videokamera und an eine Lichtquelle angeschlossen ist, mit der der Bauchraum eingesehen werden kann. Bei einer diagnostischen Laparoskopie wird nach der Inspektion des Bauchraumes das Instrument wieder entfernt und die kleine Bauchdeckenwunde mittels Naht verschlossen. Bei Notwendigkeit einer Biopsie werden über weitere, ebenfalls 0,8-1 cm große Hautschnitte, zusätzliche Instrumente eingebracht, mit deren Hilfe z.B. eine Biopsie durchgeführt werden kann.

Der Vorteil der Mini-Laparoskopie gegenüber der konventionellen Laparoskopie besteht in dem geringeren Trokarduchmesser und somit der geringeren Invasivität. Der Eingriff erfolgt in Sedierung, eine Vollnarkose ist aufgrund der weitgehend schmerzfreien Untersuchung nicht notwendig.