Endoskopische Radiofrequenzablation von Barrett-Schleimhaut („BARRX“)

Rund 25 Prozent aller Patienten mit Symptomen der gastroösophagealen Refluxkrankheit und zwischen 13 und 15 Prozent aller asymptomatischen Personen weisen eine Vorstufe des Speiseröhrenkarzinoms, den Barrett-Ösophagus, auf. Einer von zehn Betroffenen mit Barrett-Ösophagus entwickelt in 20 Jahren ein Speiseröhrenkarzinom. Seit einigen Jahren existiert eine neue Methode der Entfernung dieser Krebsvorstufe Der Eingriff erfolgt im Rahmen einer endoskopischen Untersuchung der Speiseröhre. Ein Ballon, der an seiner Oberfläche mit Elektroden bestückt ist, wird in die Speiseröhre eingebracht und an Ort und Stelle aufgeblasen. Die Elektroden kommen mit der Schleimhaut in Kontakt und veröden die erkrankte Schicht. Mit der Radiofrequenz-Ablation wird nur die Schleimhaut zerstört, nicht aber tiefer liegende Wandschichten. Meist sind zwei oder drei Sitzungen erforderlich, um alle erkrankten Schleimhaut-Areale zu entfernen. Die Funktion der Speiseröhre wird dabei nicht beeinträchtigt. Nach der Ablation erhält der Patient eine medikamentöse Behandlung mit Protonenpumpenhemmern.