Intensivüberwachungseinheit Intermediate Care (IMC) - Bild 1
Intensivüberwachungseinheit Intermediate Care (IMC) - Bild 2

Die im Jahr 2005 neu entstandene Station ist eine Einheit zur Intensivüberwachung von Patienten, die nicht den Funktionsumfang einer Intensivstation benötigen ( also keine eigentliche Intensivtherapie mit z. B. Organersatz in Form von Beatmung, Dialyse u. a.), andererseits aber ein erhöhtes Risiko für sich anbahnende Störungen der lebenswichtigen Funktionen haben, weswegen eine kontinuierliche Intensivüberwachung dieser Funktionen notwendig ist.

Dazu zählen Patienten vor oder nach großen chirurgischen Eingriffen aller operativen Abteilungen, aber auch Patienten mit kleineren Eingriffen, die jedoch aufgrund eines erhöhten individuellen Risikoprofils (z. B. Herz- oder Lungenkrankheit) eine engmaschige Überwachung benötigen. Unfallpatienten oder noch unklare Krankheitsbilder aus den Notaufnahmen finden hier ebenfalls Platz. Daneben werden aber auch Patienten der Inneren Medizin behandelt, z. B. nach Magen-Darmblutungen oder bei Vergiftungen.

Die Station eröffnet die Möglichkeit, beginnende Organfunktionsstörungen rechtzeitig zu erkennen und auf diese durch entsprechende Therapiemaßnahmen zu reagieren.

Dazu verfügt die modern ausgestattete Station über 17 Betten (davon ein Einzelbett in einem Isolierzimmer), die sämtlich mit Intensivüberwachungsmonitoren ausgestattet sind. Die kontinuierliche Registrierung des Herzrhythmus (EKG), des Kreislaufs (Blutdruck und Herzfrequenz) und der Atmung (Sauerstoffsättigung des Blutes und Atemfrequenz) sind möglich und werden über eine Zentrale ständig dem überwachenden Personal gemeldet.

Zusätzlich wird direkt auf Station am Bettplatz Diagnostik mit einem 12-Kanal-EKG (z. B. für Infarktdiagnostik), einem fahrbaren Röntgengerät (z. B. für Untersuchungen der Lunge) oder einem Ultraschallgerät betrieben, was Transporte der betreuten Patienten vermeiden lässt. Sollte dies dennoch unumgänglich werden, begleitet Fachpersonal den Patienten, der während des Transports mit einem kleinen Transportmonitor ohne Unterbrechung weiter überwacht wird.

Es besteht eine umfassende Ausstattung mit Atemtherapiegeräten (CPAP, Inhalationsgeräte), was intensive Atemgymnastik insbesondere in der perioperativen Phase ermöglicht. Die Krankengymnastik durch Physiotherapeuten erfolgt ebenfalls auf Station.

Die Station steht unter organisatorischer Verantwortung der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin. Entsprechend dem interdisziplinären Ansatz finden täglich gemeinsame Visiten mit den beteiligten Fachdisziplinen statt, die damit ihre jeweiligen Patienten auf der Station fachspezifisch weiterbetreuen. Auch das Pflegeteam setzt sich aus Mitarbeitern zusammen, die ihre langjährigen Erfahrungen aus verschiedensten Abteilungen hier mit einbringen. Viele verfügen darüber hinaus noch über Zusatzqualifikationen wie Intensivfachweiterbildung, Kinästhetikanleitung, Wundmanagement und Praxisanleitung.