Die Anwendung der TEE erfolgt in unserer Abteilung intraoperativ und im Rahmen der intensivmedizinischen Versorgung von postoperativen, polytraumatisierten und kritisch-kranken Patienten.

Geräteausstattung

Es kommen zwei mobile Geräte vom Typ Vivid I von GE mit einer 7,5 Mhz-Sonde zum Einsatz.

Intraoperative Anwendung

Intraoperativ kommt die TEE  zur Anwendung zur frühzeitigen Erkennung von Luftembolien bei Operationen in sitzender Position, insbesondere bei neurochirurgischen Eingriffen.

Bei Patienten mit erhöhtem kardiovaskulären Risiko, wie z. B. bei symptomatischer koronarer Herzkrankheit oder bei höhergradiger Herzinsuffizienz und bei großen Operationen mit hohem intraoperativen Risiko lässt sich auch intraoperativ kontinuierlich die links- und rechtsventrikuläre Pumpfunktion, der Volumenstatus und als Hinweis auf intraoperative myokardiale Ischämien die Wandbewegung überwachen.

Dabei erweist sich die Aussagekraft der TEE-Untersuchung als mindestens gleichwertig zum Einsatz eines Pulmonalarteriellen Katheters bei deutlich geringerer Invasivität und einer entsprechend geringeren Rate an Komplikationen.

Intensivmedizinische Anwendung

Im Rahmen der Intensivmedizin setzten wir die TEE ein, um bei kritisch-kranken Patienten Aussagen über die links- und rechtsventrikuläre systolische und diastolische Funktion, den Volumenstatus, das Vorhandensein und Ausmaß von Klappenvitien und Wandbewegungsstörungen als Hinweis auf Myokardischämien zu erheben.

Eine Aortendissektion kann  durch TEE  als Bed-Side-Verfahren mit geringstem Zeitverlust nachgewiesen werden.

Bei generalisierten Infektionen mit unklarem Fieber ist die TEE die Methode der Wahl, um eine Endokarditis auszuschließen.

Bei arteriellen Embolien lassen sich intrakardiale Thromben oder ein Vorhofseptumdefekt, wie ein persistierendes Foramen ovale, als Ursache für eine paradoxe Embolie nachweisen.

Vor medikamentöser oder elektrischer Kardioversion eines persistierenden Vorhofflimmerns lässt sich ein intrakardialer Thrombus, insbesondere im Bereich des linken Vorhofohrs, ausschließen.

Akutkomplikationen eines akuten Myokardinfarktes, wie eine Ventrikelruptur mit Perikarderguss, ein Papillarmuskelabriss oder –Dysfunktion mit konsekutiver Mitralinsuffizienz sind im Rahmen einer TEE-Untersuchung sicher nachweisbar.