Hallo liebe Kinder,

ich bin Kichi das Maskottchen der Kinderchirurgie im Klinikum Ludwigsburg.
Ich führe Dich durch diese Seiten und erkläre Dir, was bei uns passiert, wenn Du operiert werden musst.

Op´s können ambulant oder stationär durchgeführt werden. Op ist die Abkürzung für eine Operation. Ambulant bedeutet, dass man nur zur Op morgens kommt und am gleichen Tag wieder nach Hause darf. Stationär bedeutet, dass man im Krankenhaus übernachten darf. Das ist so ähnlich wie wenn ihr in den Urlaub fahrt. Wenn Du noch klein bist, übernachtet Deine Mama oder Dein Papa zusammen mit Dir in einem Zimmer. Am Morgen nach der Operation gibt es - wenn es dem Bauch gut geht - Frühstück (sogar Nutella gibt es auf dem Frühstücksbuffet für die Größeren).

Hier möchte ich euch erzählen was bei einer ambulanten Op passiert:

Auf dem Weg zur Kinderchirurgie
Kiki

Anna ist 7 Monate alt. Vor zwei Wochen hatte ihre Mama eine Beule an Annas Bauch entdeckt. Darum ist sie mit Anna zum Kinderarzt gegangen. Der Kinderarzt vermutete, dass es ein Leistenbruch ist. Leistenbrüche müssen operiert werden. Deswegen hatte der Kinderarzt Anna und ihre Mama zu uns in die Kinderchirurgie im Krankenhaus Ludwigsburg geschickt. Auf dem Bild kannst Du sehen, wie Anna mit ihrer Mama in unsere Klinik kommt. Hier gehen sie gerade zu den Aufzügen unter der Freitreppe. Mit diesem Aufzug können sie in den zweiten Stock zur Allgemeinchirurgischen Ambulanz fahren. Dort muss man sich anmelden, wenn man zu uns in die Kinderchirurgie will.
Schon an der Theke sind immer alle ganz nett, weil sie sich freuen Kinder zu sehen.

Bei der Anmeldung

Auf dem Weg zur Ambulanz
Bei der Anmeldung

Und weil Kinder bei uns willkommen sind, gibt es sogar einen Spielraum im Wartebereich. In dem Spielraum gibt es sogar einen Computer (nur für Kinder!), Bücher, Kuscheltiere und einen Tisch an dem man malen kann.

Anna ist noch zu klein für den Spielraum. Darum wartet sie einfach auf dem Schoss von ihrer Mama bis sie dran ist.

Spielecke

Die Untersuchung bei Dr. Eberlein und Dr. Sauter

Sie müssen jedoch nicht lange warten bis sie an der Reihe sind. Im Untersuchungszimmer wartet Dr. Sauter und ein Computer (nur für die Ärzte) auf die beiden. Herr Dr. Sauter und Frau Dr. Eberlein sind unsere beiden Ärzte, die bei uns in der Kinderchirurgie arbeiten. Auf der Mitarbeiterseite kannst Du Dir Bilder von ihnen anschauen.

Als erstes stellt Dr. Sauter Annas Mama viele Fragen. Danach will er Anna natürlich auch untersuchen. Dafür muss Anna sich auf die Untersuchungsliege legen. Das findet sie  gar nicht schlimm -ist ja auch nicht anders als auf einem Wickeltisch. Dr. Sauter ist ganz freundlich und die Untersuchung tut überhaupt nicht weh.

Er bestätigt, was der Kinderarzt schon vermutet hatte: Anna hat einen Leistenbruch. Und sowas muss operiert werden. Da wird es Anna's Mama doch ein bisschen bange. Aber der Arzt möchte Anna zum Glück nicht sofort operieren.
Nach der Untersuchung besprechen Annas Mama und der Arzt noch ganz viel Papierkram. Das ist echt langweilig und Anna ist froh, dass sie ein Spielzeug dabei hat.

Bei der Untersuchung

In der Anästhesie

Auf dem Weg zur Anästhesie-Ambulanz
Bei der Narkoseärztin

Anschließend geht Anna noch mit ihrer Mama in die Anästhesie-Ambulanz. Dort treffen sie eine Narkoseärztin. Sie erklärt Anna und ihrer Mama, dass sie oder einer ihrer Kollegen sich darum kümmern wird, dass Anna von der Operation gar nichts mitbekommt, sondern die ganze Zeit schläft. Wie alle Ärzte hat auch sie viele Fragen und will Anna einmal kurz untersuchen. Da Anna das jetzt schon kennt hat sie gar keine Angst mehr davor. Sie lacht bei der Untersuchung sogar ein bisschen, weil die Narkoseärztin so lustig aussieht mit ihrem Stethoskop. Das Stethoskop ist ein Hörgerät mit einem langen Schlauch, mit dem die Ärzte das Herz und die Lunge hören können.

Danach dürfen Anna und ihre Mama erst mal wieder nach Hause gehen. Am Ausgang winke ich ihnen zu. Anna ist jetzt ganz müde und schläft vor lauter Erschöpfung auf der Heimfahrt ein.

Die ambulante Operation

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Zwei Wochen später kommen sie morgens wieder. Anna schaut sich ein bisschen ängstlich um als sie im Krankenhaus ankommen. Sie hat heute nichts zum frühstücken bekommen und hat deswegen ein bisschen Hunger. Doch ihre Mama hat ihr ein Eis für den Nachmittag versprochen. Sie melden sich beim "Ambulanten Operieren" im 2. Stock an. Die Mama ist auch ganz aufgeregt an so einem Tag. Als die 2 dann hier sind, ist noch Zeit und Anna kann erst noch ein Bilderbuch anschauen bis die Schwester sie in den Vorbereitungsraum ruft.

Morgens hatte der Papa 2 Pflaster auf die Hand und den Arm geklebt damit der Piks nicht weh tut. Eigentlich findet die kleine Anna alles ganz spannend, aber beim umziehen wird ihr dann doch etwas mulmig zumute.  

Es gibt ein buntes Bettchen für Anna und ein "Kleidchen" das hinten offen ist zum Anziehen. Das sieht manchmal sehr lustig aus.

Außerdem einen Saft, welcher die Kinder vor OP dann wirklich müde macht. Dadurch wird der Abschied von der Mama nicht so schwer. So ist Anna schon etwas verträumt, als sie dann mit dem Narkosearzt in den Op darf. Größere Kinder dürfen sich den OP schon mal anschauen und Fragen stellen, dann können sie den Eltern und Freunden nachher was erzählen.

Vor der Operation
Vor der Operation

Anna selber entdeckt im OP die zwei großen Lampen über sich und lauscht den piepsenden Geräten, dann ist sie auch schon eingeschlafen. Ihr Stofftier darf sie gern mitnehmen. Auch Spieluhren sind im OP jederzeit willkommen!

Ablauf der Ambulanten Operation in der Kinderchirurgie

Nach der Operation

Nach der Operation

Nach der Operation
Nach der Operation

Nach der Narkose schlafen die kleinen und großen Kinder erst mal ihren Rausch aus. Die Mama sitzt daneben und darf beim schlafen und aufwachen zuschauen. Hier sieht man wie fit Anna bald schon wieder ist. Aber noch ein zweites kleines Schläfchen nach dem ersten Aufwachen schadet auch nie.
Vor dem Heimweg gibt es noch etwas zu trinken und zu essen. Zwar hat Anna im OP bereits alles Wichtige in einer Infusion bekommen, aber das füllt den leeren Magen ja nicht.

Nach Hause geht Anna dann ganz fröhlich und die Eltern passen noch ein bisschen auf, dass sie sich in der kommenden Woche nicht zu sehr anstrengt. Die Abschlusskontrolle erfolgt in der nächsten Woche wieder in der Ambulanz, aber das geht alles so schnell dass es nur ein kurzer freundschaftlicher Abschiedsbesuch wird.

Jetzt geht es nach Hause

Kichi

Kiki