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Kreiskliniken konsequent transparent

28.05.2018 10:28 Uhr

Ziel ist die kontinuierliche Verbesserung der Qualität durch Messung

Jetzt sind die Qualitätsergebnisse der RKH Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim auf den Homepages der Kliniken abrufbar. Die Kliniken stellen ihre aus Routinedaten berechneten Qualitätsergebnisse für alle relevanten Krankheitsbilder des jeweiligen Krankenhauses dar. Die Ergebnisse stammen aus dem Vergleich von über 400 Kliniken in Deutschland und der Schweiz, die sich der Initiative Qualitätsmedizin (IQM) angeschlossen haben. Insgesamt sind hierbei über 350 Qualitätskennzahlen für 60 relevante Krankheitsbilder und Behandlungsverfahren dargestellt. Die Kliniken im Landkreis Ludwigsburg nutzen die IQM Methodik für ihr aktives Qualitätsmanagement. Die ständige Verbesserung von Behandlungsprozessen und –ergebnissen führt zu besserer Behandlungsqualität und mehr Patientensicherheit.

 

„Ziel ist es, unseren Patienten die bestmögliche Qualität in der medizinischen Versorgung zukommen zu lassen“, sagt Matthias Ziegler, Regionaldirektor der RKH Kliniken Ludwigsburg-Bietigheim. „Deshalb sind wir der trägerübergreifenden Initiative beigetreten. Die IQM Daten zur Ergebnisqualität belegen unsere Stärken, zeigen aber auch, wo Optimierungspotenzial besteht.“

 

Im RKH Klinikum Ludwigsburg zeigte sich im Jahr 2017 bei den Todesfällen nach Blutvergiftung – der sogenannten Sepsis - eine erhöhte Sterblichkeit von 22,8%. Die Sterblichkeit hat sich zwar zum Vorjahr bereits reduziert, liegt aber noch immer über dem IQM-Durchschnittswert von 15,2 %.

 

Bereits im Laufe des letzten Jahres wurden Verbesserungsmaßnahmen eingeleitet. Neben der Vermeidung von zusätzlichen Infektionen bei schwerstkranken Intensivpatienten durch Hygiene-Visiten wird in allen RKH Kliniken systematisch an der Qualität der Antibiotikabehandlung gearbeitet. Speziell ausgebildete Ärzte haben die Therapie bei Infektionen mittlerweile entsprechend aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse standardisiert und beraten Ihre Kollegen bei der Auswahl, Dosierung und Anwendungsdauer.

 

Die Sterblichkeitsrate von 5,1 % bei der Hauptdiagnose Herzinfarkt liegt erneut deutlich unterhalb des Erwartungswertes von 8,4% und dem Bundesdurchschnitt. Garant für die guten Ergebnisse in der Kardiologie ist die hervorragende Zusammenarbeit der Notdienste und des Rettungsdienstes mit den Handelnden im Klinikum Ludwigsburg sowie das kontinuierliche Analysieren der Behandlungszeiten und die Ableitung von Verbesserungsmaßnahmen“, sagt Professor Dr. Christian Wolpert, Sprecher der Ärztlichen Direktoren und Leiter der Klinik für Kardiologie und internistische Intensivmedizin.

 

Das RKH Krankenhaus Bietigheim-Vaihingen weist bei der Behandlung von Herzinsuffizienzpatienten eine Sterblichkeitsrate von 7,6% auf und liegt damit deutlich unter dem IQM Durchschnittswert von 9,6%. „Hier zeigt sich die kontinuierliche und gute Arbeit unseres Qualitätsmanagements zum Wohl der Patienten“, erläutert Dr. Gitsios Gitsioudis, der die Sektion für Kardiologie am RKH Krankenhaus Bietigheim-Vaihingen leitet. Verbesserungen voranzutreiben, gilt es bei der Behandlung von Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenkrankheit (COPD). Hier schnitt das RKH Krankenhaus Bietigheim-Vaihingen mit 4,8% etwas schlechter ab als der Durchschnitt aller beteiligten Krankenhäuser, der bei 4,2 % für das Jahr 2017 lag.

 

In diesem Jahr wird im Krankenhaus RKH Bietigheim-Vaihingen wieder ein IQM Peer Review stattfinden. Das Peer Review setzt auf den interdisziplinären und interprofessionellen Fachaustausch zwischen IQM Mitgliedskliniken und ist ein effektives Instrument zur Verbesserung der Behandlungsergebnisse. Ausgebildete und erfahrene Chefärzte aus anderen IQM Mitgliedskliniken analysieren gemeinsam mit dem vor Ort verantwortlichen Chefarzt Fallakten von Patienten aus auffälligen Qualitätsergebnissen auf vorhandenes Verbesserungspotenzial in den Behandlungsabläufen und Strukturen der Klinik. Ziel dabei ist es, etwaige Schwachstellen zu identifizieren und gemeinsam vor Ort Maßnahmen zur Beseitigung zu vereinbaren. Damit haben die IQM Mitgliedskliniken die Möglichkeit, Optimierungspotenziale zu identifizieren und zielgenaue Maßnahmen zur Verbesserung der medizinischen Behandlungsqualität umzusetzen.

 

„Unsere Ergebnisse veröffentlichen wir ganz bewusst freiwillig im Internet. Diese konsequente Transparenz setzt hierzulande Maßstäbe und ist für uns vor allem zusätzlicher Ansporn, um noch besser zu werden“, so Matthias Ziegler.

 



Pressesprecher

Alexander Tsongas
Abteilungsleiter Unternehmenskommunikation und Marketing
Posilipostraße 4
71640 Ludwigsburg

E-Mail: alexander.tsongas(at)verbund-rkh.de